Impuls von Christine Stauß für die erste Adventwoche:

 

Der Advent – die Zeit des Wartens auf die Ankunft Gottes – beginnt… Mal wieder!

 

Heuer wurde ich auf ein Buch aufmerksam gemacht: „Advent ist immer – auf dem Weg zu Licht und Leben“ von Michael Gmelch. Hierin beschreibt der Autor in 24 täglichen Betrachtungen und auch Aufgaben zum Selbstnachdenken wie wir Gott in unserem Leben, seine Ankunft bei uns nachgehen könnten. – Durchaus eine Empfehlung!

Zufällig, als ich das Buch las, kam im Radio die Meldung, dass der Deutsche Durchschnittsbürger im Laufe seines Lebens über 21.500 Stunden an roten Ampeln steht und auf grün wartet.

 

Wir Menschen warten dauernd.

Wir warten in Telefonhotlines, dass wir – nachdem wir die 1 oder fünfmal „Ja“ gesagt haben – dass wir nun doch mit einem echten Menschen sprechen können.

Wir warten bei Ärzten, trotz Termin, dennoch mit naja Geduld, weil wir sehen, wir sind nicht die Einzigen.

Wir warten an Kassen im Supermarkt.

Wir warten auf eine Versandbestätigung.

Wir warten auf zwei Häkchen in blau, dass eine Whats app Nachricht geöffnet und gelesen wurde.

 

Und wir warten die besagten 21.5000 Stunden in unserem Leben an roten Ampeln, dass diese endlich wieder grün werden. Umgerechnet sind das knappe 15 Tage. Also einen ganzen Urlaub lang warten wir und schauen auf dieses Verkehrszeichen, damit es dann endlich weiter geht.

 

Der Advent ist in manchen Vorstellungen fast so eine Dauerampel auf Rot. Am Advent soll alles ruhiger werden, da soll es heimelig sein, da trinken wir gerne zu viel Glühwein und essen die Plätzchen, damit wir an Weihnachten Platz haben und noch mehr andere Dinge auftischen können.

Der Advent ist die rote Ampel. Denn an Weihnachten, da geht es plötzlich weiter. Da wird alles gut. Das schönste Fest im Jahr (sollte es vom Gefühl her sein).

 

Doch als geübte Bürger des Straßenverkehrs wissen Sie alle, dass rot oder grün noch gar nichts bedeutet bei einer Ampel. Es ist doch mein Zutun, dass ich a) bei der roten Ampel stehen bleibe und b) bei der grünen Ampel mich (oder mein Auto / Fahrrad) in Bewegung bringen.

 

Was sollte da mit dem Advent und der Ankunft unseres Gottes anders sein?

 

Advent ist immer!

Advent ist dann, wenn ich mich Vorbereite und wartend wachsam bin in meinem Leben.

Advent ist dann, wenn ich nicht mit Ärger oder Kleinkram mit verhäddere, sondern ständig den Blick auf das Große hin ausrichte.

Advent ist dann, wenn ich bereit bin für Gott.

 

Im Lied „Der geerdete Himmel“ schreibt Eigmüller: „Gott neigte sich der Erde zu und nahm als unsagbar Verliebter Menschengestalt an.“ Schöner kann es fast nicht gesagt werden. Da Gott die Liebe ist, ist er ein unsagbar Verliebter und kommt zu uns!

 

Aus Dankbarkeit um diese Zusage, muss hier kein Wort mehr gesprochen werden.

Ich kann nur noch dem Advent, der immer in meinem Leben ist, so aufmerksam und bereit entgegentreten, wie an einer Ampel, die gleich grün wird. Gewiss!

 

 

 

 

 

Oder halt, da sieht man ja doch auch das Α und Ω.

Und bei genauerer Betrachtung ist es ein Kreis mit einem Kreuz.Hmmm.Liebe Leserinnen und Leser,manchmal steckt mehr drin, als nur im flüchtigen Draufschauen zu erkennen.Unser Titelbild ist eine mögliche Form der Darstellung der heiligen Dreifaltigkeit.Im Mittelpunkt und auch am deutlichsten auszumachen ist die Taube. Für uns Christen nicht nur das Symbol des Heiligen Geistes, nein auch des Bundes, den Gott nach der Sintflut mit Noah und allen Überlebenden neu ausgesprochen hat.Das Α und Ω, die wir auf all unseren Osterkerzen entdecken, als das Zeichen für Jesus Christus. Mit ihm gehen wir durch unser Leben; sterben wir, so treten wir mit ihm ein in das ewige Leben bei Gott – so unser Glaube.Er ist unser Anfang und unser Ende.Und wo ist Gott Vater jetzt hier abgebildet.Gar nicht so leicht und einfach zu finden, fast wie im echten Leben möchte ich meinen. Gott selbst umgibt alles. Er ist der Kreis, der alles umschließt. Er ist aber auch das Feuer im Hintergrund, welches sicherlich die Feuerzungen zu Pfingsten andeuten könnte, oder doch auch den Dornbusch, der brennt – aber nicht verbrennt. Im Dornbusch offenbart Gott seinen Namen: JAHWE – ich bin der, ich bin da.Dieser Name ist Programm. Gott ist da.Für uns in drei Personen, die alle eines sind: Gott.Am Sonntag nach Pfingsten feiern wir den Dreifaltigkeitssonntag. Ein nicht ganzleicht zu fassendes Fest. Mitten in den Pfingstferien wird es oft nicht bewusst wahrgenommen. Dabei steckt so vieles drin. Alles, schlicht Gott.Welchen Zugang Sie selbst zu Gott finden, mehr über Jesus Christus, oder über Gott Vater, vielleicht auch über die Kraft und das Feuer des Geistes, das kann sich wandeln und wachsen im Laufe eines Lebens.Als letztes und verlässliches bleibt die Zusage des dreifaltigen Gottes bestehen:Ich bin da!Christine Stauß, Gemeindereferentin
 
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Herzliche Grüße
Ihr Pfarrverband Aying - Helfendorf
Erzbistum München - Freising